Man konnte ab 23 Uhr ohne Probleme erkennen, wie sich das Band der Milchstraße komplett von Norden nach Süden über den Himmel erstreckt. Dunkel genug ist es auf dem Campingplatz ja. Die visuelle Aufspaltung des Bandes in zwei Bänder in Zenitnähe war sogar zu erkennen. Man konnte die Andromeda-Galaxie M31 sehen und auch die Perseus-Doppelsternhaufen NGC 869 und NGC 884 links unterhalb des Sternbildes Cassiopeia.
Falls ihr selber einmal in einer sehr klaren Nacht draußen seid und in den Himmel schaut, versucht einmal selber die Andromeda-Galaxie zu finden oder den Sternhaufen unterhalb der Cassiopeia. Das Sternbild Cassiopeia kann man, je nach Jahreszeit, zwischen Norden (Winter) und Nordosten (Sommer) ganzjährig sehen. Hier einmal ein Screenshot zum Auffinden von Andromeda und Doppelsternhaufen:
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| Cassiopeia mit Andromeda-Galaxie und Perseus-Doppelsternhaufen (aus Stellarium) |
Um diese Objekte zu sehen, bedarf es eines kleinen Tricks, der Euch am Nachthimmel sehr hilfreich ist: schaut daneben! Ernsthaft, wenn ihr versucht, die Objekte direkt anzuschauen, sind sie so gut wie gar nicht auszumachen. Wenn man aber auf einen anderen Punkt in der Nähe schaut, dann taucht das Objekt im Augenwinkel auf einmal als verschwommener heller Fleck auf. Das liegt daran - ganz einfach ausgedrückt -, dass unser menschliches Auge in der Mitte nicht so empfindlich ist wie am Rand.
Üben kann man das sehr gut am Sternbild des Großen Wagen. Wenn man die Deichsel entlang zum Kasten schaut, so kann man beim zweiten Stern der Deichsel ein weiteres Sternchen sehen. Das ist der Stern Alkor, der mit dem größeren Mizar ein Doppelstern-Paar bildet.
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| Sternbild Großer Wagen, der 2. Stern von links ist Mizar, knapp darüber Alkor |


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